Ein Milliardär ist jemand, dessen Nettovermögen einer Zahl von mindestens zehn Stellen entspricht. Zur besseren Veranschaulichung: Eine Milliarde, das entspricht ungefähr der Anzahl aller existierenden Internetseiten. Oder dem Geld, das die 20 englischen Fußballklubs der ersten Liga in der vergangenen Transferperiode in neue Spieler investiert haben. Oder der Summe, die nach einer Schätzung der UN für die Eindämmung der Ebola-Krise benötigt wird.
Dem aktuellen Milliardärszensus zufolge, den die Schweizer Bank UBS jährlich gemeinsam mit dem Forschungsinstitut Wealth-X herausgibt, leben in Deutschland 123 Personen, die ein solches Vermögen besitzen – zusammen sind es 413 Milliarden Dollar. Damit befindet sich, rein rechnerisch, unter 650.000 Bürgern genau ein Milliardär.
In Hamburg ist die Milliardärsdichte besonders hoch: Hier versteckt sich unter 100.000 Einwohnern genau ein Milliardär. Die Hansestadt ist mit 18 Vertretern somit die milliardärsreichste Stadt Deutschlands.
Ein paar der deutschen Milliardäre sind recht bekannt: Dieter Schwarz zum Beispiel, der Gründer von Lidl und Kaufland, der seit dem Tod von Karl Albrecht zu den bundesweit reichsten Einzelpersonen gehört. Schätzungen zufolge verfügt er über zwölf Milliarden Euro. Oder die Familie Quandt, die einen beträchtlichen Teil der BMW-Unternehmensanteile hält. Oder Klaus-Michael Kühne, der größte Einzelaktionär des Logistikunternehmens Kühne und Nagel, dessen Nachname vor allem bekannt ist, weil er an unzähligen Lkw auf der Autobahn prangt.