Die Fibromyalgie ist ein Chamäleon unter den Erkrankungen.
Um die Erkrankung diagnostisch zu klassifizieren, gibt es inzwischen einen ganzen Kriterienkatalog, mit dessen Hilfe die Bestimmung der Erkrankung erleichtert werden soll. Zu diesem Katalog gehören u.a. die Anzahl und die Lokalisation von Schmerzpunkten, sog. Tenderpoints, die Schmerzintensität und -Dauer, aber auch die Begleitsymptome wie z.B. Schlafstörungen, Depressionen, chronisches Erschöpfungssyndrom oder aber auch Merk- und Konzentrationsstörungen. Erst wenn hier ein bestimmter Score erreicht ist, gilt die Diagnose Fibromyalgie als gesichert.
Die herkömmlichen Schmerzmittel wie NSAR wie Aspirin oder Ibuprofen helfen bei der Fibromyalgie nicht weiter. Sinnvoller ist es, auf Medikamente zurückzugreifen, die zentral wirken, also die Schmerzwahrnehmung und -verarbeitung im Gehirn beeinflussen. Und dazu gehören Medikamente wie z.B. trizyklische Antidepressiva, Serotoninwiederaufnahmehemmer oder auch sog. duale Antidepressiva und Antikonvulsiva. Diese Medikamente wurden ursprünglich zur Behandlung von depressiven Stimmungen oder auch Krampfanfällen entwickelt, sind also für die Behandlung von Fibromyalgieschmerzen nicht explizit gedacht gewesen. Und vielen Patienten helfen diese Medikamente recht gut. Daneben gibt es aber auch noch die Möglichkeit, auf Muskelentspanner wie Baclofen oder Tolperison zurückzugreifen oder auch Neuraltherapien mit Procain und Lidocain zu probieren. Manchen helfen auch Opiate recht gut und manche Betroffene schwören auf Cannabispräparate. Aber auch die Naturheilkunde hält abgesehen von Cannabis noch einiges an Möglichkeiten bereit: Hier helfen z.B. Zubereitungen aus
Baldrian, Brennessel, Johanniskraut und Teufelskralle sehr gut. Auch grüner Tee, Fenchel und Passionsblume haben sich bewährt. Ebenso können Arnika Bäder die Beschwerden lindern oder auch Teezubereitungen aus Lapacho. Einfach mal ausprobieren. Häufig wird in diesem Zusammenhang auch Mistel und Pestwurz empfohlen. Bitte bei diesen Pflanzen nicht einfach losziehen und einen Tee draus machen, sondern nur vorbereitete Zubereitungen oder Präparate zu sich nehmen, denn diese Pflanzen sind in ihrer Urform giftig und können dem Körper eher schaden als ihm nützen.
Abgesehen von der Kälte- und Wärmetherapie bietet die physikalische Therapie aber auch noch weitere geniale Möglichkeiten, so z.B. Behandlungen mit Ultraschall, Ultrareizstrom oder TENS.
Daneben kann aber auch die Osteopathie einen guten Beitrag zur Beschwerdelinderung leisten. Akupunktur, Akupunkturmassage und überhaupt die traditionelle chinesische Medizin können Dir ebenfalls dabei helfen, Deine Symptome zu bessern.
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