Gerade jetzt im Winter sind Kräutertees beliebt. Allerdings können solche Tees ein gefährliches Pflanzengift enthalten, sogenannte "Pyrrolizidinalkaloide". Toxikologen warnen davor. Es könne zu Leberschädigungen kommen und auch zu Leberkrebs, das heißt, PA’s können Krebsentstehungen fördern. ARD-Test Sechs Tees namhafter Hersteller, verschiedene Pfefferminztees und drei Kräutermischungen. Die Tees wurden im Labor auf das Pflanzengift untersucht. In vier von sechs Proben wurde das Gift gefunden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat einen Höchstwert ermittelt. Und der liegt für einen Erwachsenen bei 0,42 Mikrogramm pro Tag. Beim Pfefferminztee von Rewe wird dieser Wert bereits mit einer Tasse überschritten: 0,67 Mikrogramm PA-Gift pro Tasse. Der Kräutertee von Edeka ist mit 0,36 Mikrogramm pro Tasse belastet. Trinkt man zwei Tassen, hat man die Höchstmenge auch hier schnell überschritten. Im Pfefferminztee von Aldi und im Kräutertee von Meßmer findet sich das Gift nur in geringen Mengen. Meßmer und Aldi erklären, dass auch sie Maßnahmen ergriffen haben, um den PA-Gehalt zu verringern. So gelangt das Gift in den Tee PA ist nicht in den Teekräutern selbst, sondern im Unkraut, das zwischen den Teekräutern wächst. Bei der maschinellen Ernte kann es in das Erntegut gelangen. Durch mehr Sorgfalt könnten Hersteller dieses Gift im Tee vermeiden. Toxikologen fordern deshalb, dass bei der Herstellung, der Produktion des Tees darauf geachtet wird, dass eben keine Kontaminationen von Fremdkräutern in den Tee gelangen. Kein gesetzlicher Grenzwert Doch bislang gibt es noch keinen gesetzlichen Grenzwert für PA-Gift. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft erklärt dazu, es strebe „eine Festlegung zulässiger Höchstgehalte auf EU- und auf internationaler Ebene“ an. Und das kann dauern. Homepage: http://www.mittagsmagazin.de Blog: http://www.mimawebspiegel.de Facebook: http://www.facebook.com/mittagsmagazin Twitter: https://twitter.com/mittagsmagazin