Vor dem Hintergrund des Versuchs, die Begriffe „Kompetenz" und „kompetenzorientierter Unterricht" zu klären und zu präzisieren, wird im Vortrag diskutiert, welche didaktischen, methodischen und operativen Konsequenzen mit diesem Konzept sinnvoller Weise zu verbinden sind, wieweit sich solche Konzepte von bekannten Konzepten und Praktiken zumal des gymnasialen Lernens unterscheiden, wo sie Verwirrung stiften und wo sie neue Anstrengungen inspirieren und ermutigen. Die leitende These ist, dass damit weniger das Leitbild gymnasialer Arbeit problematisiert oder umfassend produktiv erneuert wird, als dass eine Didaktik kritisiert wird, die dem Gedanken domänenspezifischer und an der Idee der Wissenschaftspropädeutik orientierter Arbeit fern stand und steht. Prof. Dr. Heinz-Elmar Tenorth (Humboldt-Universität zu Berlin) bei den Thementagen 2011 im Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwiclung, Hamburg