Ich fühle mich mies.
Entschuldige, ich stieß
mal wieder auf meine persönlichen Grenzen.
Weißt du woran es lag?
Auch wenn ich's nicht so gern sagen mag,
denn es hatte wieder ziemlich krasse Konsequenzen.
Kommunikation war das Ding,
wodurch Missverständnisse entstanden sind.
Aber wen wundert das?
Jeder von uns spricht 'ne andere Sprache,
auch wenn wir laut Pass die selbe Muttersprache haben,
die selbe Nationalität in uns tragen
Ich sage A, du verstehst B
und ganz egal, wo ich Probleme seh,
der Ursprung sind jedes mal die Fragen.
Und zwar nicht die, die wir fragten,
sondern Fragen, die wir nicht zu fragen wagten,
weil wir uns Sorgen machten,
dass es wieder mal im Streit endet.
So wurde so manches Gespräch beendet
und Fragen werden mit nach Hause getragen.
Und trotzdem war ich dieses mal ein Egoist,
weil ich verantwortlich war, für den ganzen Mist
und ich hab meine Bedürfnisse höher gestellt.
Ich hab so oft in meinem Leben, Dinge gesagt
und mir manchmal schlimme Worte auszusprechen gewagt
und mir war nicht wichtig, was wirklich zählt.
Ich sagte Worte, die verletzten,
die andere unter Druck setzten.
Worte, die kaputt machten.
Worte, die tief geh'n ins Herz
und hervorrufen großen Schmerz.
In dem Moment kann man einfach nicht drüber lachen.
Auch wenn man oft danach
sagte: "Hey, das war doch nur Spaß!"
Leider war es aber doch Ernst.
Ich hab so oft erlebt und selbst erfahren,
bin wütend aus meiner Haut gefahren.
Ich hoffe, dass das du anders als ich lernst.
Ein weiser Mann sagte mal zu mir:
"Verletzten Menschen verletzten Menschen.
Heile Menschen, die heilen."
Hör zu das sind schlaue Zeilen.
Und seit ich diesen Spruch kenne
vesuche ich, Verletzungen beim Namen zu nennen
statt sie mit mir rumzutragen viele Meilen.
Weil du das selbst oft genug erlebtest
als du in deinem Inneren bebtest
und dich der Hall von Worten noch lange quälte.
Irgenwann merkte ich, so will ich nicht weitermachen,
denn mich quälen noch manche Sachen,
die schon lange vergangen sind.
Also suchte ich nach Alternativen
und blieb hängen an meinen Motiven
für die ich die meiste Zeit war blind.
Ich reflektierte ein Stück weit mein Leben.
Überlegte, was ich in Worten weitergegeben
und stellte fest, zu oft ist meine Motivation eher schlecht.
Mein Grundsatz ist nämlich
andre höher als mich zu heben.
Weniger zu nehmen, mehr zu geben.
Aber dabei werde ich mir selbst nicht immer gerecht.
In Momenten voller Wut,
in denen harte Kritik oder Schmerz weh tut
wollen meine Prinzipien mich verlassen.
Dann sind negative Gefühle hoch
und ich falle in ein tiefes Loch
und muss aufpassen andere nicht zu hassen.
So, jetzt muss aber 'ne Lösung her.
Ich kann dir sagen, das ist tendenziell eher schwer
und es gibt dafür nicht nur die eine.
Sondern viel Wege Schwierigkeiten zu vermeiden
und ich sag dir jetzt mal meine.
Zum einen versuche ich bewusst Worte zu wählen,
die eindeutig zu sind, bei denen Bedeutungen nicht fehlen,
die klar und unmissverständlich sind.
Und eindeutige Sätze zu sagen,
die klar sind, keine Phrasen.
So kommunizier ich meine Anliegen geschwind.
Zum anderen zu überlegen, wie ich höre.
Denn wenn ich mich manchmal an Worten störte,
merkte ich oftvim Nachhinein,
dass das Problem nicht die Worte an sich waren.
Sondern wie ich sie verstanden habe
mit welchem Ohr ich sie hörte.
Dann werden falsche Erwartungen klein.
Keine leichte Sache, auf jeden Fall,
darüber nachzudenken, jedes Mal
wie der andre das jetzt denn wirklich genau meint.
Aber besser so, als immer streiten
und unter Missverständnissen zu leiden
und am Ende immer mindestens einer weint.
Der Grund, warum viele Freundschaften und Ehen
früher oderspäter auseinandergehen,
ist, dass sie leider aufgehört haben zu reden.
Und damit meine ich nicht generell,
sondern über Themen, die individuell
sind und einen persönlich bewegen.
Das möchte ich anders leben
und Beziehungen immer den Vorrang geben
vor Terminen, To-Do's und Nichtigkeiten.
Ich will Menschen, die mir nahe stehen
und mit mir gemeinsam meine Wege gehen, echtes Interesse zeigen, aufmerksam bleiben.
Damit auch, wenn unsere Wegweiser in andere Richtungen zeigen,
sie checken, dass sie mir wichtig bleiben.
So ich hoffe die Worte reichen,
damit du verstehst, was ich dir sagen will.
Ich hatte damit nur ein kleines Ziel,
Ich hoffe du achtest ab jetzt auf kleine Zeichen.
Und dass du in Zukunft etwas gnädiger bist
mit dir selbst und deinem Nächsten, wer auch immer das ist.
Dann wird deine Freude noch lange reichen.
Achte darauf, wenn du Menschen begegnest,
dass du mehr zuhörst, als das du redest.
Dann lernst du Neues und nicht nur das,
was du eh schon weißt.
Dann kommt Leichtigkeit zurück
und es wird einfacher mit deinem Glück,
und reden und Vergeben macht wieder Spaß.
Musik & Text: Charly Pöschmann
Stimme: Charly Pöschmann
Producing: Charly Pöschmann
Foto: Charly Pöschmann