Noch läuft es gut bei den Aktien, doch wer sein Portfolio nach bestimmten Risikovorgaben aufgebaut hat, sollte sich die Aufteilung der Anlageklassen überdenken. Die Strategie heißt "Rebalancing" und wird von Profis gepflegt.
"Nach der Aktienhausse im vergangen Jahr sollte man Aktien aus den Industrieländer reduzieren", empfiehlt Dominique Riedl, Gründer und Geschäftsführer von justETF, einem Internetportal rund um die Anlage in Indexfonds. Schlecht gelaufen seien Emerging Markets und Rohstoffe. Nach diesem Ansatz sollte man diese Klassen etwas aufstocken. Die Idee dahinter: "So hält man die ursprünglich Risikovorgabe ein, und niemand hat eine Glaskugel für künftige Entwicklungen." Heike Fürpaß-Peter, die das Retailgeschäft für Deutschland und Österreich bei Lyxor ETF verantwortet, bestätigt: "So verfahren große Versicherungen und Pensionsfonds, für die eine kontinuierliche Risikosteuerung besonders wichtig ist." Jeder Privatanleger könne ein Portfolio leicht zusammenstellen: "Für eine breite Streuung benötigt man höchsten fünf ETFs, die man nach seiner Risikovorgabe einmal im Jahr anpasst." Dominique Riedl pflichtet ihr bei: "Wer diszipliniert nach dieser Methode vorgeht, nutzt zwar nicht immer jedes Jahr das Maximum eines möglichen Kursgewinnes in einer Anlageklasse, schafft aber über die Jahre eine Rendite deutlich höher als die Inflationsrate."