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Soldatengrab: LOTHAR VON ARNAULD DE LA PERIERE

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Lothar von Arnauld de la Perière geboren am 18. März 1886 in Posen verunglückt am 24. Februar 1941 bei Paris (Le Bourget) beigesetzt auf dem Invalidenfriedhof am 4. März 1941 Lothar von Arnauld de la Perière ist der erfolgreichste U-Bootkommandant der Welt. Er versenkte auf 15 Feindfahrten 189 Handelsschiffe mit 446.708 Bruttoregistertonnen und 2 Kanonenboote mit 2.500 Bruttoregistertonnen. Im Alter von 17 Jahren trat er mit der Crew 03 als Seekadett in die Marine ein, absolvierte die übliche Ausbildung und wurde am 28. September 1906 Leutnant. Er fuhr zunächst auf Linienschiffen, wurde aber ab 1909 schwerpunktmäßig im Torpedowesen ausgebildet und eingesetzt. Den Kriegsausbruch erlebte er als Adjutant des Chefs des Admiralstabes, Admiral von Pohl, in Berlin. Im selben Jahr wurde er noch zum Kapitänleutnant befördert und am 1. April 1915 zur U-Bootausbildung kommandiert. Am 18. November desselben Jahres erhielt Arnauld de la Perière dann das Kommando über das U-Boot "U35" der U-Flottille Pola im Mittelmeer. Bis zum März 1918 unternahm er mit diesem U-Boot 14 außergewöhnlich erfolgreiche Feindfahrten. Das Ausrüstungspersonal im Heimathafen hatte immer ganze Arbeit zu leisten, wenn "U35" von Feindfahrt heimkam. Denn erst wenn der letzte Torpedo, die letzte Granate verschossen und der letzte Sprengsatz angebracht war, kehrte Arnauld de la Perière heim. Für seine Leistungen wurde er am 11. Oktober 1916 mit dem Orden "Pour le mérite" und im weiteren Kriegsverlauf mit den höchsten preußischen, österreichischen und türkischen Orden ausgezeichnet. Im Mai 1918 stellte er als Kommandant den U-Kreuzer "Kapitänleutnant Schwieger"-"U139" in Dienst, eines von vier der mit 1930 BRT Überwasserverdrängung größten deutschen Kampf-U-Boote beider Weltkriege. Auf der einzigen Feindfahrt mit diesem Boot versenkte er noch 5 Handelsschiffe vor der amerikanischen Küste, bis der U-Bootkrieg eingestellt und er zurückgerufen wurde. Nach Auslieferung fuhr dieses Boot noch bis 1932 unter französischer Flagge. In der unruhigen Nachkriegszeit befehligte er das "Sturmbataillon von Arnauld de la Perière" in der III. Marine-Brigade "von Loewenfeld". Nach Beendigung der Kämpfe löste er dieses 1920 in Stralsund auf. Er wurde in die verkleinerte Reichsmarine übernommen, fuhr auf den Linienschiffen "Hannover" und "Elsass" und wurde als Fregattenkapitän 1928 Kommandant des zur Kadettenausbildung dienenden kleinen Kreuzers "Emden". 1931 wurde er verabschiedet und diente bis 1938 als Lehrer an der türkischen Marineakademie. Nach Reservebeförderungen wurde er bei Kriegsausbruch 1939 als Offizier „zur Verfügung" (z.V.) einberufen und erhielt nach verschiedenen Tätigkeiten am 1. Juni 1940 das Patent zum Konteradmiral a.D.. Als Marinebefehlshaber Frankreich wurde er am 1. Februar 1941 zum Vizeadmiral z.V. befördert und zum Admiral Südost ernannt. Auf dem Flug zur Übernahme dieses Dienstposten stürzte sein Flugzeug über dem Pariser Flughafen Le Bourget ab. Großadmiral Raeder legte am Grabe den Kranz des Führers nieder. Eine U-Bootgruppe im Mittelmeer trug seit dem 25. November 1941 den Namen "Arnauld".
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