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[Tags], , Unter Quallen Begegnung, Schwarm
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Der Loro Parque auf Teneriffa. Mehr als 40 Millionen Besucher soll der Tierpark jährlich anziehen. Mitten im Grün, hinter den Keas, versteckt sich ein Pavillon. Von außen wirkt er unauffällig. Doch wer diesen dunklen Raum betritt, in dem nur die Aquarien leuchten, ist fasziniert. In jedem schweben Quallen - in grün, blau, pink, weiß ... grazile Wesen wie aus einer anderen Welt. Jennifer Purcell: "Hier haben wir Aurelia aurita." Gewöhnliche Ohrenquallen, mit denen Kinder am Strand spielen. Pulsierende Körper, die im künstlichen Licht magisch grün leuchten. Jennifer Purcell: "Hier hinten haben wir eine der Schlüsselarten, die Leuchtqualle Pelagia noctiluca, die im Mittelmeer schreckliche Probleme bereitet, weil sie übel brennt." Auch Jennifer Purcell ist im Loro Parque nur zu Besuch. Hier werden die Polypen der Quallen gezüchtet, mit denen sie an der Universität von Las Palmas ihre Forschung vorantreibt. "Das Feld war sehr klein. Seit Jahrzehnten, wirklich seit Jahrzehnten, haben wir den Leuten gesagt, dass Quallen wichtig sind. Aber es hat niemanden wirklich gekümmert." Doch dann häuften sich die Zwischenfälle: Quallen, die Kühlwasserzuflüsse von Kraftwerken verstopften. Oder 2007, als ein Schwarm in Nordirland auf Lachsfarmen traf und innerhalb von nur sieben Stunden alle Fische tötete. Millionen Quallen in nur einem Schwarm Für Jennifer Purcell ist der Stimmungsumschwung eine Genugtuung, nachdem sie jahrzehntelang um die Finanzierung ihrer Projekte und um Schiffszeit kämpfen musste. Moderne Laboranalysen und Hochleistungskameras, die das Geschehen unter Wasser aufzeichnen, erlauben inzwischen ganz neue Forschungsansätze. Und damit lassen sich Fragen angehen, die auf den ersten Blick trivial erscheinen - es aber keineswegs sind. Etwa dazu, wie viele Tiere eigentlich einen Schwarm ausmachen. Jennifer Purcell: "Ich bekam also die wirklich großartige Chance, im Nordwestpazifik, in einem Fjord in Washington State, eine Blüte von Ohrenquallen zu untersuchen." Dort, im Puget Sound, ist die Angst um den wertvollen Wildlachsbestand groß. Jennifer Purcell: "Seit Jahren wird dort Monat für Monat geflogen, und auf den Luftbildern lassen sich die Quallenschwärme leicht ausmachen und quantifizieren." Die Flüge verraten den Fischereibiologen, dass sich die Beute der Lachse - die Heringe und Stinte -, eher im ländlich geprägten Teil des Meeresarms aufhalten, während die Hunderte von Metern langen, weißen Streifen der Quallenschwärme mehr in der Nähe der großen Städte zu finden sind. Doch die Luftbilder zeigen nur, was an der Oberfläche los ist. Um unter die Wasseroberfläche zu sehen, wurden mit einer Kamera bestückte Planktonnetze eingesetzt. Wann immer sie an Bord kamen, waren die Netze prall gefüllt, Wasser und lange Schleimfäden tropften aus ihnen: Sie waren voller Ohrenquallen, die Jennifer Purcell dann schnell zählte und vermaß. "Wir bemühten uns, die bestmögliche Abschätzung zu machen. Wir haben eine Stelle untersucht, an der der Puget-Sound nu